Reading:
Annika Steinforth im Interview…

Annika Steinforth im Interview…

21. September 2009

Annika Steinforth wurde von „Goldmarie – dem Onlinemagazin für individuellen Lifestyle“ über das Bedürfnis sich selbst etwas Gutes zu tun interviewt:

Annika Steinforth ist Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Köln Ehrenfeld. Sie bietet traditionelle chinesische Medizin, Akupunktur, Fußreflexzonen- und Eigenbluttherapie. Und vor allem: viel Zeit und ein offenes Ohr für ihre Patienten.

Was denke, glaube, wünsche ich mir, wenn ich zum Heilpraktiker gehe?

AS: Viele Menschen haben einfach das Bedürfnis, sich selbst etwas Gutes zu tun, ohne gleich krank zu sein. Entspannung ist oft ein Thema. Du kannst natürlich auch mit körperlichen Symptomen zu mir kommen. Oft kommen Menschen mit Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, oder auch Schlimmerem wie Neurodermitis oder Allergien.

Andere fühlen sich müde oder verstimmt, oder haben immer wiederkehrende Infekte und werden nicht richtig gesund. Eigentlich kann man immer zum Heilpraktiker gehen.

Hat das etwas mit Coaching zu tun?

AS: Jein. Coaching im Sinne von „Wir müssen möglichst schnell ein Ziel finden, damit es dir besser geht.“ ist es nicht, sondern vielmehr das Suchen nach der Ursache. Warum hat jemand z. B. Rückenschmerzen, woher könnten die kommen, wo ist der Mensch im Ungleichgewicht, dass der Körper ein Signal sendet?

Ich bin jemand, der dir immer wieder einen objektiven Spiegel vorhält und aktiv zuhört. So kannst du erkennen, was hinter deinen Symptomen steckt. Oder einfach nur die Symptome behandeln lassen.

Ich begegne meinen Patienten auf Augenhöhe und frage z. B. „Was meinen Sie denn, was würde Ihnen gut tun?“. Ich lasse ihnen ihre Eigenverantwortung und eröffne ihnen so einen Weg, bei sich anzukommen.

Und nach dem Gespräch folgt die Behandlung?

AS: Ja genau. In jeder Behandlung gibt es dieses Gespräch, nicht nur beim ersten Mal. Und danach gibt es dann eine Fußreflexzonentherapie und eine Akupunktur oder nur eine Akupunktur, die dann intensiver ist.

In der chinesischen Medizin gibt es ja die Möglichkeit, gezielt an Ursachen zu arbeiten. Wir können z. B. etwas gegen die Rückenschmerzen machen, wir können aber auch an den Geist gehen und schauen, was dahinter steckt.

Das ist für mich ja das Schöne an Naturheilkunde.

Wer kommt zu dir?

AS: Ich bin nicht die typische Heilpraktikerin. Ich bin z. B. ziemlich jung für diesen Beruf. Generell kommen eher jüngere Menschen zu mir. Zu mir kommen Menschen, die sich einen qualifizierten Partner für ihre eigene Gesundheit wünschen. Auf Augenhöhe. Denen ihre Gesundheit wichtig ist und die nicht nur die Symptome behandeln wollen, sondern auch etwas an den Ursachen verändern wollen.

Wie kann ich mir einen Besuch bei dir vorstellen?

AS: Ich bin jemand, der sich Zeit für die Patienten nimmt und ihnen die Verantwortung für ihre Gesundheit nicht abnimmt. Deshalb gibt es zu Beginn einer Behandlungsreihe ein ausführliches Vorgespräch. Und jede Behandlung beginnt mit einem Gespräch.

Welcher Hintergrund steckt hinter deinem Angebot?

AS: Wenn der Körper außer Balance ist, sendet er Signale in Form von Symptomen. Die Naturheilkunde geht diesen Signalen auf den Grund und sucht die Ursachen. Dort setzen dann die Interventionen an.

Was passiert bei der Eigenbluttherapie?

AS: Ich entnehme Eigenblut aus der Vene, ziehe es in einer Spritze auf und spritzt das dann in den Gesäßmuskel. Ich beginne mit 0,5 ml und gehe dann hoch, bis 5 ml. Es ist eine sog. Umstimmungstherapie. Der Körper bekommt mit dem Blut die Information, der er eigentlich schon hat. Die ist dann allerdings an der falschen Stelle, in den Muskel gehört eigentlich kein Bluterguss. Jetzt muss der Körper darauf reagieren, d. h. er muss sich mit dem, was im dem Blut erhalten ist auseinandersetzen und das abarbeiten.

Bei welchen Symptomen empfiehlst du die Eigenbluttherapie?

AS: Sehr oft bei Allergien, Neurodermitis, Hauterkrankungen, bei rezidivierenden Infekten, bei denen die Menschen gar nicht mehr gesund werden, weil sie eine Erkältung nach der nächsten haben und bei andauernder Müdigkeit. Hier müssen wir allerdings immer andere körperlichen Ursachen ausschließen und deshalb müssen meine Patienten häufig erst einmal zum Arzt und sich durchchecken lassen.

Welche Kosten entstehen?

AS: Das ist ein bisschen unterschiedlich, weil es so viele Versicherungsformen gibt. Die gesetzlich Versicherten zahlen privat, sie können sich das dann von ihrer Zusatzversicherung erstatten lassen. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten generell. Eine Behandlung kostet 75.- €.

Das Interview führte Michaela Falk für Goldmarie.


Related Stories

2. September 2009

Rückenschmerzen…

Arrow-up